Wer war Kurt Heitzig?


Kurt Heitzig wurde am 05.06.1919 in Schlettau als Sohn eines Landwirtes geboren. Nach seiner Lehre als Kaufmann heiratete er am 21.12.1940 seine Frau Hilde. Aus dieser Ehe gingen 6 Kinder hervor, erst fünf Mädchen und dann noch ein Junge.

Während des Krieges wurde Kurt Heitzig durch einen Knieschuß schwer verletzt in ein Lazarett in München gebracht. Nach seiner Genesung arbeitete er bis zum Kriegsende in München bei den Bayrischen Motorenwerken und versorgte von dort aus seine Familie im Erzgebirge. Nach dem Krieg kam er wieder zurück in seine Heimat und zu seiner Familie.

Hier in Schlettau arbeitete er dann wieder als Kaufmann in der Schlettauer Knochenmühle (Die verfallenenen denkmalgeschützten Reste dieser Fabrik existieren noch heute an der Talstraße in Höhe des Schloßparkes). Nebenbei spielte er in seiner Freizeit Geige und Saxophon, später leitete er sogar eine Tanz- und Blasmusikkapelle. Kurt Heitzig war aber auch ein begabter Handwerker. Er baute vieles selber an seinem Haus in der Binz. Wenn er dann noch Zeit hatte werkelte er noch an seiner Drechselbank und drehte Holzleuchter und andere Sachen. Kurt Heitzig war aber auch ein leidenschaftlicher Motorradfahrer. So gab es eine AWO, eine JAWA, eine ETZ und nach der Wende auch eine YAMAHA, natürlich immer mit Beiwagen.

Sein gesamtes Arbeitsleben wurde bis zum Erreichen des Rentenalters von seiner Tätigkeit in der Knochenmühle geprägt. Die letzten 12 Jahre arbeitete er dort als Betriebsdirektor des VEB Knochenpräperate Schlettau. Dieser DDR-Betrieb verarbeitete die Tierknochen der umliegenden Schlachthöfe und produzierte daraus hauptsächlich Fette für die Waschmittel- und Kosmetikindustrie. Einen Großteil der Produktion exportierte man damals in das westliche Ausland. 

Seine Familie bedeutete ihm alles. Er war das Zentrum und der Anlaufpunkt gemeinsam mit seiner Hilde. Bei seinen 5 Schwiegersöhnen war er außerdem zum Vater geworden, da sie ihre leiblichen Väter alle sehr zeitig verloren hatten. Kurt Heitzig wird noch heute von vielen Menschen wertgeschätzt und wird noch lange bei allen die ihn gekannt haben in Erinnerung bleiben. Am 13. Februar 1999 verstarb Kurt Heitzig im Alter von 79 Jahren in Folge eines schweren Schlaganfalls. Kurt Heitzig hinterließ 6 Kinder, 6 Schwiegerkinder, 13 Enkel sowie 16 Urenkel.

Ein Enkel davon bin ich.

 

Zurück