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Synoptische Übersicht - Kurzfrist

ausgegeben am Freitag, den 18.05.2012 um 08 UTC


GWL und markante Wettererscheinungen:
Gewitter in der Westhälfte möglich

Synoptische Entwicklung bis Sonntag 24 UTC
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Freitag... Die Bodenhochdruckzone und der begleitende Höhenrücken ziehen von der Osthälfte
Deutschland nordostwärts ab.
Gleichzeitig hat vor der westeuropäischen Küste eine langwellige Austrogung eingesetzt auf
dessen Vorderseite mit südwestlicher Anströmung auch in der unteren Troposphäre WLA die
Westhälfte Deutschlands erfasst hat. Zugehörige Niederschläge liegen aktuell in einem
Streifen vom Westen nach Süddeutschland.

Die WLA läuft schwerpunktmäßig mit der Bodenwarmfront im Tagesverlauf über das
nordwestliche Deutschland nordostwärts, womit auch dort geringer Niederschlag gestützt
wird.

Ein in der zweiten Tageshälfte von Benelux und Ostfrankreich nordostwärts übergreifender
Randtrog kann mit gleichzeitiger Labilisierung in der Westhälfte schauerartig verstärkte
Niederschläge auslösen, auch einzelne Gewitter sind möglich.

Einzelne Niederschläge können abends und in der Nacht zum Samstag auch den Nordosten
erfassen, während sich nach Südosten eine stärkere Leekomponente durchsetzen kann.

In exponierten Lagen im Westen und in einzelnen Höhenlagen sind Windböen möglich.


Samstag... Der oben schon angesprochene Randtrog zieht über das nordöstliche Deutschland
nach Skandinavien ab, er kann noch einzelne Schauer auslösen.

Der westeuropäische Langwellentrog tropft über der Biscaya ab. Bei gleichzeitig über West-
und Mitteleuropa rückdrehender Strömung setzt am Alpenrand eine föhnig gestützte Erwärmung
der unteren Troposphäre ein, wobei diese sich dann nordwärts ausbreiten kann. Gleichzeitig
setzt Leetiefbildung ein.

Die untere Troposphäre kann sich so weiter erwärmen, insgesamt bestimmt dabei über der
Osthälfte die föhnig abgetrocknete Luft den Wettercharakter.

Die Bodenfrontalzone orientiert sich über Frankreich zu den Westalpen. So verbleibt auch
die Westhälfte Deutschlands auf der warmen Seite, wird aber in der unteren Troposphäre
feuchter simuliert.
Hinter einem in der zweiten Tageshälfte über den Nordwesten nordwärts ablaufenden
kurzwelligen Rücken ist die Struktur in der Höhe über der Westhälfte leicht zyklonal. Bei
Auslösetemperaturen um 23 Grad können dort einzelne Schauer und Gewitter ausgelöst werden,
lokal mit möglichem Starkregen.




Sonntag... Das abgetropfte Höhentief verlagert sich von der Biscaya über die Pyrennäen in
Richtung westliches Mittelmeer. Die Bodenfrontalzone verbleibt über Frankreich, das
zugehörige Bodentief wird an der Nordflanke des Höhentiefs zum nordwestlichen Frankreich
geführt.

Der Vorhersagebereich verbleibt so auf der warmen Seite mit deutlich labilerer Schichtung
im Westen , Südwesten und an den Alpen als im Osten und Norden (Auslösetemperaturen 20 bis
26 Grad im Westen gegen über 30 Grad im Osten).
Bei weiterhin leicht zyklonaler Struktur in der Höhe setzen die Modelle auf die Auslösung
der Labilität, die simulierten Niederschlagsmengen bleiben zwar vergleichsweise gering,
lokal Starkregen kann aber nicht ausgeschlossen werden.

Modellvergleich und -einschätzung
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Die Modelle zeigen im synoptischen scale eine sehr ähnliche Entwicklung auf.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Reinhard Graminski