Der März...Thema des Tages - veröffentlicht am 09.03.2010, 08:06 UhrDer März mit 31 Tagen der dritte Monat des Jahres in unserem Gregorianischen Kalender, war im altrömischen Kalendarium der erste Monat, bevor in einer Kalenderreform im Jahre 153 vor Christus die Umstellung des Jahresbeginns auf den ersten Januar realisiert wurde. Er ist nach dem antiken Kriegs- und Wettergott Mars benannt (lat. Martius). Alte deutsche Namen für den März sind Lenzing, Lenzmond oder Frühlingsmond. Im März wandert die Sonne entlang des aufsteigenden Astes der Ekliptik weiter nordwärts, erreicht am 20. die Tagundnacht- gleiche und damit den astronomischen Frühlingsbeginn. Die lichte Tageslänge erhöht sich in 50° nördlicher Breite deutlich von 10 h 58 min zu Monatsbeginn auf 12 h 50 min am Ende des Monats, das sind fast zwei Stunden. Den nächtlichen Himmel ziert das sog. Frühlingsdreieck. Es wird aus den sehr hellen Sternen Regulus (im Sternbild Löwe), Arktur (im Sternbild Bärenhüter) und Spika (Sternbild Jungfrau) gebildet und ist kurz nach Sonnenuntergang am Firmament in südlicher Richtung sichtbar, während das Wintersternbild Orion gegen morgen bereits tief am westlichen Horizont steht. Überhaupt ist der März die Brücke vom Winter zum Frühling. Als klassischer Frühlingsmonat läßt er alle Zeichen des Wiedererwachens der Natur nach der dunklen Jahreszeit erkennen. Die ersten Bäume blühen, Märzenbecher und Krokusse sprießen aus dem Boden. Immer mehr Vogelstimmen sind zu hören, Störche und Kraniche kehren von ihren Winterquartieren im Süden heim. In alter Zeit begannen die Bauern, die zur Zucht ungeeigneten Schafe aus ihren Herden auszusondern, daher stammt wohl die Bezeichnung "ausmerzen". Aber März kennt auch andere Seiten. Das Wintergebaren mit Nachtfrösten ist noch längst nicht vorbei, und wenn, wie in diesen Tagen, Ost- und später Nordlagen die Oberhand in der europäischen Wetterküche gewinnen, gibt es knackige Kälte bzw. nasskaltes Schauerwetter. Treffen hingegen subtropische und arktische Luftmassen über dem Nordatlantik, sozusagen vor unserer europäischen Haustür aufeinander, dann sorgen starke Luftdruckunterschiede für Frühlingsstürme. Markantes Beispiel war das Orkantief XYNTHIA, welches genau genommen bereits Ende Februar entstand, aber durchaus typisch für die Jahreszeit ist. Dipl.-Met. Thomas Ruppert Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Copyright (c) Deutscher Wetterdienst |
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