Thema des Tages

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12.09.2020
Hitze ante portas - Ein letztes Mal?
Meteorologisch befinden wir uns zwar nun schon seit knapp zwei Wochen im Herbst, aus astronomischer Sicht sitzt aber natürlich weiterhin der Sommer auf dem Thron der Jahreszeiten. Und das möchte das Wetter offensichtlich unterstreichen, denn bis Mitte nächster Woche stehen uns in Deutschland noch einmal sehr warme bis heiße Tage ins Haus.

Hoher Luftdruck, der sich von Osteuropa über Deutschland bis weit auf den Atlantik raus erstreckt, ist dafür verantwortlich. Dieser hält die Tiefdruckgebiete weitgehend auf Abstand, sodass sich die Luft bei uns bei viel Sonnenschein in aller Ruhe erwärmen kann. Zu Beginn der neuen Woche verlagert sich der Schwerpunkt des Hochs langsam vom Süden Deutschlands ins östliche Mitteleuropa. Damit geraten wir auf seine Westflanke, wodurch mit einer schwachen südlichen Strömung dann noch etwas wärmere Luft zu uns gelangt.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das an diesem Wochenende für den Süden und weite Teile der Mitte sommerliche 25 bis 29 Grad. Im Südwesten und dort vor allem am Oberrhein dürfte das ein oder andere Thermometer auch auf knapp über 30 Grad steigen. Der Norden bleibt dagegen noch meist unter der 25-Grad-Marke, im Küstenumfeld sind zum Teil nicht einmal 20 Grad drin. Dort schafft es am heutigen Samstag nämlich doch ein Tiefausläufer, sich gegen den hohen Luftdruck mit einigen Wolken und etwas kühlerer Luft durchzusetzen. Zumindest an letzterer hat der Norden auch noch morgen zu knabbern.

Am Montag wird dann aber nahezu bundesweit ein Sommertag (25 Grad und mehr) erwartet. Im Südwesten und Teilen der Mitte schwitzt man bei heißen 30 bis 32 Grad. Der Dienstag legt dann sogar noch eine Schippe drauf. Unterhalb der 30-Grad-Marke bleibt man wohl nur ganz im Norden, südlich der Donau sowie im Bergland. Im Westen und Südwesten sind bis zu 33 Grad drin.

Ein kleines Fragezeichen schwebt allerdings über diesen Höchstwerten und das steht in Zusammenhang mit den Waldbränden an der US-Ostküste. Aufgrund der derzeit vorherrschenden strammen westlichen Höhenströmung haben es die dabei freigewordenen Aerosole (Rauchpartikel) mittlerweile tatsächlich bis nach Deutschland geschafft. Diese können den Sonnenschein minimal trüben und sich daher sogar "negativ" auf die Höchsttemperatur auswirken. Ein bis zwei Grad weniger sind dabei nicht ausgeschlossen.

Ab Mittwoch zeigt die (Höchst-)Temperaturkurve dann aber eh schon wieder nach unten, wenngleich der Mittwoch selbst vielerorts nochmals als Sommertag, im Westen und Südwesten teilweise auch noch als heißer Tag (30 Grad und mehr) zu verbuchen sein wird. Ein Tief über Skandinavien macht sich nämlich bereit, mit einer nördlichen Strömung deutlich kühlere Luft nach Deutschland zu befördern. Damit dürften am Donnerstag mit Ausnahme des Südwestens kaum noch Höchstwerte über 25 Grad verzeichnet werden.

Wie nachhaltig und wie stark genau diese Abkühlung ausfällt ist noch recht unsicher, Regen bleibt allerdings wohl weiterhin Mangelware. Eine baldige Rückkehr zum Spätsommerwetter ist aber zumindest in der Südwesthälfte durchaus im Bereich des Möglichen. Und wie im Thema des Tages vom vergangenen Mittwoch geschrieben wurde, können mit Blick in die Historie selbst noch Anfang Oktober Höchstwerte über 30 Grad auftreten - sicherlich nicht jedermanns Geschmack...

Dipl.-Met. Tobias Reinartz

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 12.09.2020

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